Stadtwerke SH sehen die Erdgas-Versorgung trotz höherem Gasabsatz aufgrund anhaltender winterlicher Bedingungen aktuell als gesichert an
Rendsburg, 28.01.2026 | Bereits zum Anfang des Jahres wurde in der Presse über die im Vergleich zum Vorjahr niedrigeren Gasspeicherfüllstände in Deutschland berichtet. Die anhaltenden winterlichen Temperaturen lassen aktuell in der Öffentlichkeit Fragen zur Versorgungssicherheit aufkommen.
Regina Gosch, zuständig für den Energieeinkauf und für das Portfoliomanagement bei den Stadtwerken SH, hat ständig einen Blick auf die Lage: "Ja, wir haben aktuell einen kälteren Winter, denn wir liegen mit den Tagesmitteltemperaturen etwa 3 Grad unter den Januarmittelwerten der letzten 5 Jahre. In Bezug auf das langjährige Mittel, also mehr als 10 Jahre, liegen die Temperaturen etwa 2 Grad tiefer. Wir merken das auch an unserem Gasabsatz, der im Januar höher war, als prognostiziert. Wir gehen aktuell davon aus, dass wir circa 20 Prozent mehr Gas absetzen als im Vorjahresvergleich." Auch für den Februarbeginn werden derzeit unterdurchschnittliche Temperaturen prognostiziert, wenn auch nur noch etwa 1 Grad unter der Norm. Das veranlasst zu einem Blick auf die Füllstände der Gasspeicher. Die deutschen Gasspeicher waren am Samstag (24.01.26) zu 37,5 % gefüllt und damit 21,2 % geringer als im Vorjahr. Die Ausspeicherraten lagen in den letzten Tagen bei -0,6 % bis -0,9 %. Quelle: Bundesnetzagentur - Aktuelle Lage Gasversorgung - Verlauf der Speicherfüllstände in Prozent
Anlass zur Sorge vor Ausfällen in der Gasbelieferung bestehe jedoch aus Gosch´s Sicht keinesfalls. "Die Lage ist zwar etwas angespannt und könnte sich mit dauerhaft kühlen Temperaturen auch verschärfen. Aber der Gasspeicherfüllstand allein ist nicht maßgebend für die tatsächliche Versorgungssituation. Denn wir haben in Deutschland weitere Liefer- und Speichermöglichkeiten für Erdgas. Und nicht zuletzt tragen die seit der drohenden Gasmangellage 2022 angeschafften LNG-Terminals auch zur Versorungssicherheit bei. Unsere Kundinnen und Kunden können sich daher aus heutiger Sicht auf eine zuverlässige Gasversorgung, trotz anhaltender winterlicher Witterung, verlassen" beruhigt Gosch.