Informationen zur Hochwasserlage in Schleswig

Lesen Sie hier die Pressemitteilungen der Stadt Schleswig (chronologisch, beginnend mit der neuesten Mitteilung):

Pressemitteilung Nr. 26 – 029 vom 10. Januar 2025

Update: 10.01.2026, 13:00 Uhr

Nach einigen Tagen mit winterlichen Witterungsbedingungen, Schneeverwehungen und erhöhten Wasserständen ziehen die Stadt Schleswig und die Stadtwerke SH eine insgesamt positive Bilanz der gemeinsam bewältigten Schnee- und Hochwasserlage. Durch frühzeitige Vorsorge, konsequente Schutzmaßnahmen und eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten konnte die Situation jederzeit kontrolliert werden. Größere Schäden sind nicht entstanden.

Weiterhin bestehende Sperrungen

Trotz der insgesamt entspannten Lage bleiben aus Sicherheitsgründen weiterhin mehrere Verkehrs- und Aufenthaltsbereiche gesperrt. Dazu zählen der Holmer Noorweg, die Theaterstraße einschließlich des Parkplatzes, die Knud-Laward-Straße im Hafenbereich sowie die Königswiesen für Fußgänger*innen. Aufgrund anhaltender niedriger Temperaturen und bestehender Glätte bleiben zudem der Gehweg entlang der Promenade, der Regattaplatz sowie die Königswiesen generell weiterhin gesperrt. Die Stadt bittet dringend darum, die Absperrungen zu beachten und gesperrte Bereiche nicht zu betreten.

Umfangreiche Einsatz- und Sicherungsmaßnahmen

Im Verlauf der Hochwasserlage und winterlichen Schneefälle wurden zahlreiche technische Schutz- und Vorsorgemaßnahmen umgesetzt. Bereits ab 3:00 Uhr kamen mobile Hochwasserschutzwände (des Kreises) im Hafengang zum Einsatz. Ein Hochwasserschlauchwall der Stadtwerke SH sicherte ergänzend den Hafenbereich.

Rund 400 Sandsäcke, verteilt auf fünf Paletten, wurden im Hafengang und vor dem Holmmuseum bereitgestellt und von Anwohnenden gut angenommen. Ab der kommenden Woche werden die Sandsäcke sowie aufgestellte Gitter schrittweise durch die Umweltdienste der Stadtwerke SH wieder eingesammelt. Die Abwasser-Pumpstation am Luisenbad, die vorsorglich abgeschaltet worden war, konnte wieder in Betrieb genommen werden.

Gleichzeitig waren etliche Mitarbeitende der Umweltdienste Tag und Nacht im Einsatz, um Schneeverwehungen zu beseitigen, Straßen frei zu halten und die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Dank dieses unermüdlichen Einsatzes konnte auch der Wochenmarkt auf dem Stadtfeld planmäßig stattfinden, trotz der winterlichen Bedingungen. Nach aktuellem Stand sind keine Schäden an der städtischen Infrastruktur oder an privaten Gebäuden entstanden.

Koordination, Information und Unterstützung

Zur Lagebewältigung trat ein Lagestab, bestehend aus Mitarbeitenden der Stadt Schleswig, der Stadtwerke SH, der Feuerwehr und der Polizei, mehrfach zusammen - auch in den Nachtstunden. Ziel war es, die Lage fortlaufend zu bewerten und Maßnahmen schnell und abgestimmt umzusetzen.

Die Stadt Schleswig und die Stadtwerke SH informierten die Bürger*innen regelmäßig und transparent über Pressemitteilungen, die städtische Website sowie die Social-Media-Kanäle. Ergänzend wurde ein Bürger*innentelefon eingerichtet, das von der Bevölkerung gut angenommen wurde und sich als wichtige Anlaufstelle für Fragen und Hinweise bewährt hat.

Angesichts der winterlichen Witterung wurden zudem die Angebote der Obdachlosen- und Wohnungslosenhilfe erweitert. Die Notschlafstätte hinter dem Rathaus ist an diesem Wochenende durchgehend geöffnet. Der Zutritt erfolgte wie gewohnt über die Polizei, sodass hilfebedürftige Menschen auch außerhalb regulärer Zeiten geschützt untergebracht werden konnten.

Erfahrungen aus der Hochwasserkatastrophe 2023 haben sich bewährt

Die aktuelle Lage hat deutlich gezeigt, dass die Lehren aus der Hochwasserkatastrophe 2023 richtig gezogen wurden. Die seither installierten Hochwasserschutzmaßnahmen wurden im Vorfeld der aktuellen Wetterlage kontrolliert und überprüft und haben nun zuverlässig gegriffen.

Alle vorgesehenen Hochwasserschutzmaßnahmen sind auf Wasserstände bis zu 1,50 Meter über NHN ausgelegt. Die Schleswiger Stadtwerke als Kanalnetzbetreiber hatten diese Maßnahmen bereits 2024 vorgestellt und in den vergangenen Jahren schrittweise umgesetzt.

Dazu zählt insbesondere der Einbau von Rückstauklappen und zusätzlicher Schieber, die sensible und besonders von Hochwasser betroffene Bereiche in der Stadt schützen sollen. Die aktuellen Ereignisse bestätigen, dass diese Investitionen einen wirksamen Beitrag zum Schutz der Stadt leisten.

Dank an alle Einsatzkräfte und Bürger*innen

Bürgermeister Stephan Dose dankt allen Beteiligten ausdrücklich für ihren außergewöhnlichen Einsatz: „Mein herzlicher Dank gilt allen Einsatzkräften und Mitarbeitenden, die in dieser herausfordernden Situation mit großem Engagement, Fachkompetenz und hoher Einsatzbereitschaft gehandelt haben. Durch das enge Zusammenspiel aller Beteiligten konnte unsere Stadt gut geschützt und Schaden abgewendet werden.“

Bürgermeister Stephan Dose wurde während der Lagebewältigung von dem designierten Bürgermeister Jonas Kähler begleitet. Dieser brachte sich frühzeitig in die Abläufe ein und war bei zentralen Abstimmungen anwesend. Jonas Kähler zeigte sich dankbar für die enge Einbindung und die transparente Übergabe in einer herausfordernden Situation, die einen wichtigen Beitrag für eine kontinuierliche und verlässliche Zusammenarbeit auch mit Blick auf die bevorstehende Amtsübernahme leistet.

Der Dank beider gilt insbesondere rund 50 Mitarbeitenden aus dem Unternehmensverbund der Stadtwerke SH, darunter aus den Bereichen Umweltdienste, Strom, Abwasser und Rohrnetz, etwa 30 Einsatzkräften der Feuerwehr, drei Personen des Löschzugs Gefahrgut des Kreises, fünf Kolleg*innen der Polizei sowie zahlreichen Mitarbeitenden des Fachdienstes Ordnung- und Bürgerangelegenheiten und Allgemeine Verwaltung der Stadt Schleswig.

Die Stadt Schleswig und die Stadtwerke SH danken darüber hinaus allen Bürger*innen für ihre Umsicht, ihre Geduld und ihre Unterstützung während der vergangenen Tage.

 

Update zur aktuellen Situation vom 10. Januar 2026, 08.00 Uhr

Aufhebung der Sperrung der oberen Zuckerstraße
Die Sperrung der oberen Zuckerstraße von der Schleidörfer Straße bis zum Schießplatz aufgrund von Schneeverwehungen wurde aufgehoben. Der Abschnitt ist nun wieder frei befahrbar.

Weitere gesperrte Verkehrsbereiche
Trotz der Entlastung der oberen Zuckerstraße bleiben folgende Bereiche weiterhin gesperrt:

  • Holmer Noorweg
  • Theaterparkplatz
  • Knud-Laward-Straße im Bereich des Hafens

Aufgrund der Sperrung der Knud-Laward-Straße musste die Verkehrsverbindung der Linie 2 der Verkehrsbetriebe eingestellt werden.

Hochwasserschutzmaßnahmen im Hafengebiet
Im Hafengang wurden in den frühen Morgenstunden mobile Schutzwände aufgebaut, die z. Zt. wieder zurückgebaut werden können. Zusätzlich wurden weitere Schutzwände (Schläuche) am Hafengebäude aufgestellt. Diese bleiben noch bestehen. Außerdem kommt eine Hochleistungspumpe zum Einsatz. Der Wasserstand im Hafengang ist aktuell rückläufig.

Winterdienst und Schneebeseitigung
Alle Schneeverwehungen im Stadtgebiet wurden beseitigt. Die Haupt- und Nebenstraßen sind frei befahrbar.

Bürger*innentelefon weiterhin besetzt
Das Bürger*innentelefon der Stadt Schleswig ist weiterhin unter der Telefonnummer 04621 814-666 bis heute, 12:00 Uhr, durchgehend besetzt. Bisher gingen einige Anrufe ein, alle Anliegen konnten entsprechend weitergeleitet oder beantwortet werden.

Lageeinschätzung von Polizei und Feuerwehr
Die Polizei unterstützt weiterhin bei den bestehenden Sperrungen. Abgesehen davon wurden keine weiteren Einsätze im Zusammenhang mit Hochwasser oder winterlicher Witterung gemeldet. Die Feuerwehr verzeichnet ebenfalls keine besonderen Einsatzlagen.

Die Stadt Schleswig und die Stadtwerke SH bitten weiterhin um Vorsicht im Umfeld gesperrter Bereiche und in wassernahen Zonen.

Update zur aktuellen Situation vom 10. Januar 2026, 05.00 Uhr

Wasserstand weiterhin erhöht

Der Wasserstand ist in den vergangenen Stunden erneut angestiegen und bleibt weiterhin hoch. Die Entwicklung wird fortlaufend überwacht, um bei weiteren Veränderungen kurzfristig reagieren zu können.

Verkehrsmaßnahmen: Knud-Laward-Straße komplett gesperrt
Aufgrund des erhöhten Wasserstands wird die Knud-Laward-Straße im Bereich des Hafens vollständig gesperrt. Die Maßnahme dient der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden. Entsprechende Absperrungen und Hinweisschilder sind eingerichtet. Verkehrsteilnehmende werden gebeten, den Bereich weiträumig zu umfahren und die Verkehrsführung zu beachten. Die zuvor eingerichtete Vollsperrung des Holmer Noorwegs bleibt weiterhin bestehen.

Vorbereitung des Wochenmarktes auf dem Stadtfeld

Unabhängig von der Hochwasserlage sind die Streufahrzeuge der Umweltdienste im Einsatz, um den Wochenmarkt auf dem Stadtfeld vorzubereiten. Ziel ist es, trotz winterlicher Witterung sichere Wege und Flächen für Marktbeschicker*innen sowie Besucher*innen zu gewährleisten.

Pressemitteilung Nr. 26 – 023 vom 9. Januar 2025

Update: 09.01.2026, 18.00 Uhr

Aktuelle Hinweise zur Hochwasserlage, zu Sperrungen und Einsätzen in Schleswig

SCHLESWIG. Die Stadt Schleswig und die Stadtwerke SH informieren über die aktuelle Lage im Zusammenhang mit Hochwasser, winterlichen Bedingungen sowie laufenden Sicherungs- und Kontrollmaßnahmen im Stadtgebiet. Insgesamt zeigt sich die Situation derzeit stabil.

Pegelstand
Die Entwicklung wird weiterhin eng beobachtet. In einzelnen Bereichen kommt es bereits zu Überflutungen. Informationen können abgerufen werden: https://www2.bsh.de/aktdat/wvd/ostsee/pegelkurve/de/schleswig

Königswiesen überspült
Auf den Königswiesen kam es zu Überflutungen. Die betroffenen Flächen bleiben weiterhin gesperrt. Bürger*innen werden gebeten, die bestehenden Absperrungen zu beachten und diese Bereiche nicht zu betreten.

Halbseitige Sperrung der Erikstraße
In der Erikstraße ist auf Höhe der Bushaltestelle eine halbseitige Sperrung eingerichtet. Grund hierfür ist ein gebrochener Schmutzwasserdeckel im Bereich der Haltestelle. Die Sperrung wird aus Sicherheitsgründen mindestens bis Mitte der Woche aufrechterhalten.

Technische Maßnahmen und Infrastruktur
Die Abwasser-Pumpstation Luisenbad wurde vorsorglich abgeschaltet. Die Umweltdienste der Stadtwerke SH kontrollieren weiterhin regelmäßig alle neuralgischen Punkte im Stadtgebiet.

Kontrollen und Winterdiensteinsätze
Die Umweltdienste fahren fortlaufend bekannte Gefahrenstellen ab und haben insbesondere in Schleswig-Nord mehrere Kreuzungen von Schneeverwehungen freigemacht. Ziel ist es, den Verkehrsfluss und die Verkehrssicherheit weiterhin bestmöglich zu gewährleisten.

Lageeinschätzung von Feuerwehr und Polizei
Aus Sicht der Feuerwehr gab es bislang keine dramatischen Einsatzlagen im Zusammenhang mit dem Hochwasser. Auch die Polizei verzeichnet derzeit keine hochwasserbedingten Einsätze.

Die Stadt Schleswig und die Stadtwerke SH bitten weiterhin um Aufmerksamkeit und Vorsicht, insbesondere in der Nähe überspülter Flächen, gesperrter Bereiche und bei winterlichen Straßenverhältnissen. Aktuelle Informationen werden fortlaufend über die bekannten Kommunikationskanäle der Stadt veröffentlicht.


Pressemitteilung Nr. 26 – 020 vom 9. Januar 2025

Aktuelle Hinweise zu Sperrungen, Glätte und Bürgertelefon in Schleswig

SCHLESWIG. Die Stadt Schleswig und die Stadtwerke informieren über aktuelle Sperrungen, Glätte und Unterstützungsangebote im Zusammenhang mit der winterlichen Wetterlage.

Sperrungen und vereiste Bereiche

Aufgrund von Glätte und Vereisung sind im Stadtgebiet derzeit mehrere Bereiche gesperrt oder dürfen nicht betreten werden. Neben dem Strandweg ist auch der Schleikanal im Bereich der Königswiesen gesperrt. Der Gehweg entlang der Promenade darf aktuell nicht genutzt werden. Der Regattaplatz ist bereits stark vereist. Darüber hinaus haben sich auf den Königswiesen stellenweise geschlossene Eisflächen gebildet. Die Stadt Schleswig weist ausdrücklich darauf hin, dass das Betreten dieser Flächen mit erheblichen Gefahren verbunden ist. Entsprechende Hinweisschilder werden aufgestellt. Bürger*innen werden dringend gebeten, die Sperrungen und Warnhinweise zu beachten.

Schneeverwehungen und laufender Winterdiensteinsatz

Im Stadtgebiet kommt es stellenweise zu Schneeverwehungen. Die Umweltdienste der Stadtwerke Schleswig-Holstein sind kontinuierlich im Einsatz und beseitigen diese fortlaufend. Ziel ist es, die Verkehrssicherheit so weit wie möglich aufrechtzuerhalten und Gefahrenstellen zeitnah zu entschärfen.

Bürgertelefon eingerichtet und Einsatzkoordination verstärkt

Zur Information und Unterstützung der Bevölkerung hat die Stadt Schleswig ein Bürgertelefon eingerichtet. Dieses ist unter der Telefonnummer 04621 814-666 ab sofort bis Samstag, 12:00 Uhr, durchgehend erreichbar. Das Bürgertelefon steht in engem Austausch mit der Polizei, der Feuerwehr, den Stadtwerken SH sowie der Leitstelle der Stadtwerke, die derzeit zusätzlich verstärkt unter der Telefonnummer 04621 8010 erreichbar ist. Die Polizeiwache ist darüber hinaus rund um die Uhr unter 04621 84-311 erreichbar.

Hinweis an Bürger*innen

Die Stadt Schleswig bittet alle Bürger*innen der Stadt um besondere Vorsicht und darum, gesperrte oder vereiste Bereiche nicht zu betreten. Aktuelle Informationen werden fortlaufend über die bekannten Kommunikationskanäle der Stadt bereitgestellt.

 

Pressemitteilung Nr. 26 – 014 vom 8. Januar 2026

Aktuelle Wetterlage in Schleswig: Hochwasserentwicklung und winterliche Bedingungen im Blick

Die Stadt Schleswig und die Stadtwerke SH verfolgen die aktuelle Wetterlage mit Blick auf mögliche Hochwasserentwicklungen sowie angekündigten Schneefall aufmerksam und fortlaufend. Nach den aktuellen Prognosen geben die Pegelstände keine amtliche Hochwasserwarnung her, vielmehr zeigen die letzten Vorhersagen leicht niedrigere Wasserstände als ursprünglich angekündigt. Die Lage scheint sich aktuell etwas zu entspannen.

Gleichzeitig nehmen Stadt und Stadtwerke die Situation sehr ernst und haben für den Fall einer Verschlechterung der Prognosen vorsorglich Maßnahmen vorbereitet.

Aktuelle Einschätzung zur Hochwasserlage

Die derzeitigen Prognosen lassen keine akute Gefährdung erkennen. Eine amtliche Warnung ist aktuell nicht erforderlich. Die Stadt Schleswig und die Stadtwerke SH beobachten die Entwicklung der Pegelstände jedoch kontinuierlich. Sollte sich die Lage zuspitzen oder eine konkrete Gefährdung abzeichnen, wird die Stadt Schleswig umgehend und angemessen reagieren.

Vorsorge und Information der Öffentlichkeit

Für den Fall einer Verschlechterung der Prognosen hat die Stadt Schleswig gemeinsam mit den Stadtwerken SH umfassende Informations- und Vorsorgemaßnahmen vorbereitet. Ziel ist es, die Bevölkerung frühzeitig, transparent und verlässlich über die aktuelle Lage zu informieren.

Die Öffentlichkeit wird fortlaufend über die aktuelle Lage, mögliche Gefahrenbereiche sowie empfohlene Vorsorgemaßnahmen informiert. Alle Informationen erfolgen in enger Abstimmung mit den zuständigen Fachbehörden und werden über mehrere Kanäle verbreitet. Neben der Website der Stadt Schleswig, den Social-Media-Kanälen und Warn-Apps werden auch klassische Informationswege wie Pressemitteilungen und Pressegespräche genutzt. Sämtliche offiziellen Informationen werden regelmäßig aktualisiert und mit Datum und Uhrzeit versehen; eine Entwarnung erfolgt ausdrücklich, sobald dies möglich ist.

Bürger*innen werden außerdem angehalten, sich eigenständig über Fernsehen, Radio, über Warnsysteme wie die NINA-Warn-App, KATWARN sowie die Hinweise des Deutschen Wetterdienstes (DWD) und des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) zu informieren. Zugleich wird darum gebeten, insbesondere ältere oder hilfsbedürftige Mitbürger*innen - etwa in der Nachbarschaft - zu unterstützen und auf aktuelle Informationen hinzuweisen. Ergänzend hat die Stadt Schleswig eine aktuelle Hochwasserkarte als interaktive PDF-Datei auf ihrer Website zur Verfügung. Sie ermöglicht es Bürger*innen, mögliche Hochwassergefährdungen im Uferbereich der Schlei besser einzuschätzen: www.schleswig.de/bauen-stadtentwicklung/tiefbau-verkehrsplanung/hochwasserkarte

Sandsäcke und technische Vorsorge

Für den Fall eines steigenden Wasserstands stehen in Schleswig ausreichend Sandsäcke zur Verfügung. Eine Ausgabe erfolgt, sofern erforderlich, ab Freitagabend gegen 22:00 Uhr, um zu vermeiden, dass die Sandsäcke bei niedrigen Temperaturen einfrieren. Nach Bedarf werden Sandsäcke gezielt an bekannten neuralgischen Punkten im Stadtgebiet platziert: am Holm vor dem Holmmuseum, an der Pumpenstation Hafengang sowie am Hafen gegenüber des Krans. Für die Anwohnenden auf dem Holm ist zusätzlich vorgesehen, Sandsäcke bei Fischer Ross bereitzustellen.

Straßen, Infrastruktur und Stromversorgung

Die Stadt Schleswig überwacht fortlaufend die Lage in potenziell gefährdeten Bereichen. Sollten es die Umstände erfordern, werden am Wochenende Straßen in enger Abstimmung mit der Polizei gesperrt. Vorsorglich wird der Strandweg im Bereich der Strandhalle bereits gesperrt. Weitere Straßensperrungen können folgen, falls sich die Situation entsprechend entwickelt. In einzelnen Bereichen, wie beispielsweise auf den Königswiesen, kann es bei Bedarf zu begleitenden Maßnahmen kommen, etwa zum vorübergehenden Abschalten der Straßenbeleuchtung.

Anlaufstellen und Unterstützung im Bedarfsfall

Sollte sich die Lage zuspitzen, richtet die Stadt Schleswig telefonische Anlaufstellen für Bürger*innen ein, um Informationen und Unterstützung gebündelt anbieten zu können. Im Bedarfsfall werden zwei Telefonnummern freigeschaltet: ein Bürger*innentelefon für Fragen und Anliegen sowie eine separate Telefonnummer für die Helfer*innenkoordination, über die unterstützende Maßnahmen organisiert und priorisiert werden. Als mögliche Notunterkunft steht die Turnhalle der Bruno-Lorenzen-Schule zur Verfügung. Für gestrandete Bahnreisende ist in diesem Fall ein Shuttle-Service zur Turnhalle vorgesehen.

Erwartete Schneemengen und Winterdienst

Für Schleswig werden derzeit Schneemengen von zwei bis fünf Zentimetern erwartet. Die Umweltdienste Schleswig sind auf die winterlichen Bedingungen gut vorbereitet. Fahrzeuge, Technik und Streumittel stehen einsatzbereit zur Verfügung, die Streusalzlager sind gut gefüllt und die kontinuierliche Nachversorgung ist sichergestellt. Auch die Mitarbeitenden befinden sich in laufender Einsatzbereitschaft. Da die Wetterprognosen aktuell noch voneinander abweichen und die tatsächlichen Schneemengen geringer ausfallen könnten als angekündigt, erfolgt die Einsatzplanung flexibel und wird laufend an die aktuelle Lage angepasst.

Einsatzorganisation und Priorisierung

Während der gesamten Wintersaison besteht eine Rufbereitschaft der Umweltdienste. Sollte es zu unerwartet hohen Schneemengen kommen, greift eine festgelegte Alarm- und Einsatzstruktur. Für das kommende Wochenende stehen die regulären personellen und technischen Ressourcen zur Verfügung, bei Bedarf können zusätzlich weitere Mitarbeitende und Geräte sowie Fahrzeuge aus dem Unternehmensverbund hinzugezogen werden. Die Einsatzleitungen kontrollieren die Situation alle zwei bis drei Stunden und koordinieren die Räum- und Streueinsätze entsprechend der aktuellen Wetterentwicklung. Vorrangig werden Hauptverkehrsstraßen sowie Bereiche rund um das Krankenhaus, Schulen, Senioreneinrichtungen und andere kritische Infrastrukturen geräumt und gestreut. Bei starkem oder anhaltendem Schneefall kann es daher vorkommen, dass Geh- und Radwege nachrangig behandelt werden oder vorübergehend nicht vollständig geräumt werden können. Gleichzeitig bitten Stadt und Stadtwerke um Verständnis, dass bei außergewöhnlichen Wetterlagen nicht überall sofort ein vollständig geräumter Zustand erreicht werden kann.

Hinweise an Bürger*innen und Verkehrsteilnehmende

Die Stadt Schleswig und die Stadtwerke SH bitten alle Verkehrsteilnehmenden um eine vorsichtige Fahrweise und gegenseitige Rücksichtnahme bei winterlichen Straßenverhältnissen.

Grundsätzlich gilt:

  • Eigentümer*innen der angrenzenden Grundstücke sind für das Räumen und Streuen der Gehwege verantwortlich; diese Pflicht wird häufig über Mietverträge an die Mietenden übertragen.
  • Gehwege sind mindestens 1,50 Meter breit von Schnee zu befreien.
  • Bei Glätte sind abstumpfende Mittel wie Sand oder Split zu verwenden; Streusalz sollte möglichst vermieden werden.
  • Räum- und Streupflichten gelten werktags von 07:00 bis 20:00 Uhr, sonn- und feiertags ab 09:00 Uhr.
  • Auch Bushaltestellen, die an ein Grundstück angrenzen, gehören zur Räum- und Streupflicht.

Gut geräumte Gehwege tragen wesentlich zur Sicherheit aller bei, insbesondere für ältere Menschen, Familien mit Kindern sowie Personen mit Mobilitätseinschränkungen.

Die Stadt Schleswig, die Umweltdienste der Stadtwerke SH und die Feuerwehr danken allen Bürger*innen für ihre Mithilfe und ihr umsichtiges Verhalten. Nur gemeinsam ist es möglich, die Verkehrssicherheit zu gewährleisten und gut vorbereitet durch die winterliche Wetterlage zu kommen.